KIRGISTAN

Denise Feldmann

Kirgistan

Titel: Kirgistan
Datum: 02.09.–08.09.2019
Geschrieben von: Denise Feldmann
Fluggesellschaft: Aeroflot
Fortbewegungsmittel: Minibus

Im Rahmen einer Studienreise durfte ich im Herbst nach Kirgistan reisen. Kirgistan, das Land der Nomaden und unendlich vielfältigen Landschaften, war schon lange auf meiner Wunschliste.

Highlights:

Bishkek:

Frühmorgens erreichten wir mit Aeroflot die kirgisische Hauptstadt Bishkek. Es lohnt sich auf jeden Fall am Anfang einer Kirgistan-Reise etwas Zeit in Bishkek einzuplanen – auch wenn man auf den ersten Blick vielleicht denkt, die Stadt mit all den Betonbauten hat nicht viel zu bieten. Nach einer Stadtführung mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten hat man bereits einen guten Eindruck wie die Leute in Kirgistan leben und was einen in den kommenden Tagen erwartet. Wir besuchten auch den riesigen und lebendigen Osh-Mark von Bishkek.  Hier konnten wir uns auch gleich für die Wanderungen am nächsten Tag eindecken. Von frischem Obst, Gemüse und Nüssen bis hin zu Keksen gibt es einfach alles gut und günstig zu kaufen.

Ala-Artscha-Nationalpark:

napp eine Stunde von Bishkek entfernt befindet sich der Ala-Artscha Nationalpark. Besonders beliebt ist der Park für 1-2 tägige Wanderungen. Auf unserem Programm stand eine 4-stündige Wanderung. Zu meiner grossen Überraschung war die Wanderung auch alles andere als leicht. Gleich zu Beginn ging es steil bergauf. Wir wurden aber immer wieder mit einem Blick über die faszinierende Bergwelt belohnt. Oben angekommen genossen wir unser selbst mitgebrachtes Lunchpaket und die Nüsse sowie andere Leckereien vom Markt neben einem Wasserfall. Für mich war es sehr eindrücklich zu sehen, welch schöne Landschaft wir nach nur gerade einer Stunde Fahrt von Bishkek betrachten konnten.

Übernachtung in einer Jurte / Song Köl:

Ein unvergessliches Erlebnis ist die Übernachtung in einer Jurte, dem traditionellen Zelt der Nomaden in Kirgistan. Am einfachsten findet man diese am Song-Köl See. Der Song Köl See befindet sich rund 7-8 Stunden von Bishkek entfernt. Die Fahrt von Bishkek ist aber alles andere als eintönig. Zuerst machten wir einen Halt beim Burana Turm – einer Art Minaret vor schöner Bergkulisse (Den Turm sieht man immer wieder auf Reiseführern). Stets wechselnde Landschaften machten diese eher lange Fahrt zum Vergnügen. Wir nutzten jede Gelegenheit für Fotostopps. Die letzten 56 km bis zum Song Köl See können nur über eine Schotterstrasse gemacht werden. Immer wieder begegneten wir Bauern welche in Ihren Jurten zusammen mit Ihren Tieren lebten, riesige Schaf- und Ziegenherden und unzählige Pferde. Bilder wie man Sie aus dem Katalog kennt und was noch viel wichtiger ist – das ist Kirgistan, wie es authentischer nicht sein kann.

Issyk-Köl-See / Karakol:

Karakol ist eine nette Kleinstadt östlich des Issyk-Köl-Sees, die erstaunlich viele Sehenswürdigkeiten hat, wie die chinesische Dungan Moschee, die hölzerne orthodoxe Kathedrale und einige wirklich hübsche russische Landhäuschen. Karakol ist zudem für viele Outdoor-Freunde, Startpunkt für unzählige Wanderungen und Mehrtagestrekkings.

Unsere Reiseleitung überrascht uns dann am Südufer des Issyk Köl mit dem Besuch der Skazka-Felsen. Skazka ist Kirgisisch und bedeutet Märchen. Das ist passend, wenn man durch die märchenhaft bunten Berge und bizarren Sandsteinformationen streift. Ein weiteres Naturerlebnis, welches durch den einzigartigen Blick auf den Issyk-Köl-See und die umgebenen schneebedeckten Viertausender noch eindrücklicher ist.

Fazit:

Wer eine Reise nach Kirgisien plant, muss bereit sein, auf einen gewissen Komfort zu verzichten und darf keinen westlichen Standard erwarten. Belohnt wird man mit unberührter Natur und freundlich, aufgeschlossenen Kirgisen. Kirgistan ist nicht das bekannteste Reiseziel, aber genau diese Tatsache macht dieses Land so reizvoll. Kein Massentourismus, keine Hotelketten sondern unberührte, atemberaubende Landschaften, Tiere an den schönsten Bergseen und sehr freundliche Menschen.