KOLUMBIEN

Yannick Mercier

Kolumbien

Besuchtes Land: Kolumbien
Datum: 10.04. – 18.04.2024
Geschrieben von: Yannick Mercier 
Fortbewegungsmittel: Inlandflüge, Minibus, Schnellboot, Metro (und Seilbahn)

Im vergangenen April durfte ich während sieben Tagen das Land Kolumbien intensiv kennenlernen.

Unsere Reise startete mit dem Direktflug der Edelweiss von Zürich nach Bogota. In der Hauptstadt Kolumbiens leben ungefähr gleich viele Menschen wie in der gesamten Schweiz.

Nach der Ankunft fuhr uns unser Chauffeur zum Hotel. Im Stadtviertel Chapinero befindet sich das exklusives Hotel Four Seasons Casa Medina. Es liegt in einer sicheren Gegend Bogotas. In Fussweite befinden sich viele verschiedene Restaurants und Ausgangsmöglichkeiten.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Standseilbahn auf den Monserrate. Von da aus genossen wir einen schönen Blick über die ganze Stadt. Nach einem kurzen Spaziergang auf dem ruhigen Hausberg erkundeten wir die pulsierende Innenstadt. Dort besuchten wir den lebhaften und farbenfrohen Paloquemao-Markt. Beim anschliessenden Besuch des Botero-und Gold Museums konnten wir viel Wissenswertes über die Geschichte und Kultur des Landes erfahren.

Am Abend flogen wir von Bogota nach Pereira. Pereira gilt als das Herz der Kaffeezone.

Nach der späten Ankunft im wunderschönen Hotel Sazagua Cocora waren wir alle sehr erschöpft. Am nächsten Morgen genossen wir das stärkende Frühstück im Freien daher besonders. Anschliessend besuchten wir eine Kaffeeplantage. Jose, unser Tourguide, erklärte uns alles über die Kaffeepflanze, von der Aussaat bis zu dem Geniessen des fertigen Kaffee’s.

Nach dem Genuss des besten Kaffee’s meines Lebens, ging es weiter in Richtung Salento. Salento ist eine wunderschöne und authentische kleine Stadt. Ein Bummel durch die Strassen von Salento mit seinen kleinen Läden und feinen Restaurants ist sehr lohnenswert.

Bei einem 20-minütigen Spaziergang zu dem sich auf dem Hotelgrundstück befindenden 15 Meter hohen Wasserfall, sahen wir bereits einige Exemplare der bekannten Wachspalme.

Nach dem Spaziergang haben wir ein typisch kolumbianisches Gericht unter freiem Himmel gekocht – Arepas mit Rindfleisch und Gemüse. Nach dem Abendessen im Freien, genossen wir den Sternenhimmel im Liegestuhl.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Kakaoplantage und durften eine Schokolade selber und ganz nach unserem Geschmack herstellen. Im Anschluss fuhren wir zu einem berühmten Ort im Cocoratal. Von diesem Ort aus kann man verschiedene Aktivitäten unternehmen, wie zum Beispiel reiten oder wandern. Die Aussicht auf die vielen Wachspalmen, welche bis zu 40 Meter hoch werden können, war einmalig.

Die letzte frische Luft der Kaffeezone haben wir tief in uns eingesogen, bevor es mit dem Bus weiter in Richtung Medellin ging. Die fünfstündige Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft war kurvig und bergig.

Spät am Abend kamen wir in Medellin an und haben bei einer Salsastunde das Tanzbein geschwungen. Im Anschluss haben wir uns im regen Nachtleben der modernsten Stadt Kolumbiens etwas ausgetobt.

Wie in Bogota hatten wir auch in Medellin ein vollgepacktes, spannendes Programm.

Nach der Hotelbesichtigung im schönen «Patio Del Mundo» gingen wir in die Communa 13, welche vor 22 Jahren als der gefährlichste Stadtteil ganz Kolumbiens galt. Heutzutage ist der Stadtteil ein Zentrum voller gastfreundlicher Menschen, viel Kunst in Form von Graffitis, Tänzerinnen und Tänzer sowie viele Stände mit Schmuck und Früchten. Wahrhaftig ein schöner Fleck in dieser Stadt.

Vor dem Mittagessen im Botanischen Garten von Medellin besuchten wir den Plaza de Botero, welcher dem berühmtesten Maler und Bildhauer Kolumbiens gewidmet ist. Ein Park inmitten der Innenstadt, wo es von Menschen nur so wimmelt.

Anschliessend fuhren wir mit der modernen Metro-Seilbahn hinauf nach Santo Domingo, einst berüchtigt für Bandengewalt. Die Seilbahn ermöglicht einen besseren Zugang zu Innenstadt für die Bewohner benachteiligter Aussenbezirke und erlaubt auch Besuchern Einblicke. Am Parque Arvi wurden wir vom Fahrer abgeholt und an den Flughafen von Medellin gebracht.

Mit einem Flug am späten Abend flogen wir zu der an der Karibikküste gelegenen Stadt Cartagena. Das Klima war schwül und eine warme Meeresluft wehte durch die Strassen.

Übernachtet haben wir im «Casa San Augustin», einem Hotel der Kette «Leading Hotels Of The World».

Ausgeschlafen wie Könige und Königinnen, haben wir den nächsten Tag in der Stadt Cartagena verbracht. Unsere Tour startete am Kloster La Popa, dem höchsten Punkt der Stadt mit einer atemberaubenden Höhe von etwa 140 Metern. Von dort aus genossen wir einen spektakulären Panoramablick über Cartagena.

Anschliessend besichtigten wir die beeindruckende Festung San Felipe de Barajas, ein Meisterwerk der militärischen Architektur, welche von den Spaniern während der Kolonialzeit errichtet wurde. Während der einstündigen, informativen Führung erfuhren wir mehr über die ausgeklügelten Verteidigungsstrategien, mit denen sich die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert gegen Piratenangriffe wehrte.

Um das Mittagessen haben wir uns an diesem Tag ganz selbst gekümmert. Bei einem Kochkurs mit zwei einheimischen Frauen haben wir schöne Einblicke in die kolumbianischen Kochkünste erhalten. Wir haben uns ein feines 3-Gänge-Menü zubereitet und im Anschluss ein Rum-Tasting mit kolumbianischer Schokolade genossen.

Danach begaben wir uns ins historische Zentrum und schlenderten vorbei an malerischen Plätzen, Kirchen und Strassen.

Am Abend hat uns unser Guide ins Nachtleben von Cartagena eingeführt. Wie bereits in Medellin ist auch hier das Nachtleben sehr lebhaft und musikalisch.

Am darauffolgenden Tag ging es per Schnellboot auf die Isla Mucura, wo wir die letzte Nacht verbracht haben. Auf der Insel wartete ein absolutes «Robinson Crusoe» Erlebnis auf uns.

Eines meiner Highlights war das Baden im fluoreszierenden Meer inmitten einer Mangrovenbucht. Der Ausflug um 4 Uhr morgens hat sich allemal gelohnt.

Nach der erlebnisreichen Woche voller neuer Eindrücke über das Land und die Bewohner Kolumbiens ging es per Direktflug von Cartagena nach Zürich zurück.