Besuchtes Land: Mauritius & La Réunion
Geschrieben von: Sandra Boos
Studienreise Mauritius & La Réunion
Ankunft im Indischen Ozean – Mauritius
Dort arbeiten, wo andere Ferien machen. Angekommen im Indischen Ozean auf Mauritius. Rund 1’100 Kilometer östlich von Madagaskar liegt diese paradiesische Insel. Mauritius ist von verschiedenen Kolonialmächten geprägt, darunter Niederländer, Franzosen und Briten. Die Kernabkunft aber sind die kreolischen Sklaven aus Afrika und Madagaskar. Die kreolische Sprache findet ihren Ursprung im Französischen und hat Elemente aus afrikanischen, madagassischen und indischen Sprachen. Obwohl die Amtssprache Englisch ist, spricht nicht einmal 1 % der Einheimischen die Sprache der Briten. Mehr verbreitet ist Französisch, was auf die französische Kolonialgeschichte zurückzuführen ist.
Luxushotels und erste Eindrücke im Osten
Vom Flughafen geht es direkt zur ersten Hotelbesichtigung im Osten der Insel, das Shangri-La Le Touessrok. Ein Schnellboot bringt uns auf die Privatinsel Ilot Mangénie, wo wir von kreolischem Gesang empfangen werden und mit Sand zwischen den Zehen die einheimische Küche kennenlernen.
Die Reise im Osten führt weiter zum Erstklasshotel „Four Seasons Resort at Anahita“, wo wir fürstlich empfangen werden. Weltweit bekannt für ihre Taschenfederkernmatratzen, in denen wir nach einem kulinarischen Highlight königlich schliefen. Das frühe Frühstück mit Blick auf die Mangroven entschädigt für die kurze Nacht.
Los geht es heute zur Besichtigung von drei Hotels: das Constance Prince Maurice, das Constance Belle Mare Plage und das Long Beach, ein Sunlife Hotel. Zurück in unserem Paradies reicht die Zeit leider nicht mehr für den Besuch des exklusiven Strandabschnitts auf der vorgelagerten Insel Île aux Cerfs mit Blick auf den weiten Ozean. Dafür werden wir mit einem Ensemble aus Fisch und Meeresfrüchten am Meer verwöhnt.
Am nächsten Morgen geht es mit dem Sonnenaufgang weiter Richtung Flughafen zur Schwesterinsel La Réunion.
La Réunion – Naturwunder und Abenteuer
La Réunion hat mein Herz gestohlen! Aktive Vulkane, die regelmässig ausbrechen und ein atemberaubendes Spektakel bieten. Nationalparks, die vor Artenreichtum nur so strotzen, und traumhafte Strände, deren Sand mal karibisch weiss, mal pechschwarz ist. Diese Diversität und Schönheit auf einer Insel ist einzigartig.
Wir starten unsere Reise im Osten, in der Region Salazie, wo uns die Insel mit steilen Bergen, atemberaubenden Wasserfällen und üppigen Wäldern empfängt.
Nach diversen Hotelbesichtigungen verbringen wir die erste Nacht in der Diana Déa Lodge auf 650 m Höhe, in einem 150 ha grossen Jagdgebiet mit frei lebenden Rehen und Hirschen inmitten traumhafter Natur.
Vulkanlandschaften und kreolische Kultur
Am zweiten Tag steht Notre Dame des Laves auf dem Programm, eine Kapelle im Herzen der Insel. Ein mystischer Ort, der dem gewaltigen Vulkanausbruch des Piton de la Fournaise im Jahr 1977 trotzte. Auch in dieser Gegend besuchen wir einige Hotels. Mein persönlicher Favorit ist das Tuit-Tuit Hotel. Dieses kleine Refugium mit nur zehn Zimmern verzaubert mit seinem Charme.
Danach werden wir mit einem Besuch auf dem „Mars“ überwältigt. Auf dem 2’354 Meter hoch gelegenen Pas de Bellecombe sind wir zum kreolischen Mittagessen eingeladen – ein Ort wie auf einem anderen Planeten.
Kurven, Aussicht und unvergessliche Natur
Am dritten Tag wird unsere Reisekrankheit auf die Probe gestellt. Auf Meereshöhe starten wir mit dem Besuch meines neuen Lieblingshotels, dem Palm & Spa Hotel im Süden der Insel. Erhöht gelegen mit einem Weitblick über das Meer, der mich sprachlos macht. Zwischen Juni und Oktober kann man hier vom eigenen Balkon aus Wale beobachten.
Nach einem Lunchstopp im schönen Dörfchen Entre-Deux startet die Fahrt nach Cilaos auf 1’200 Meter Höhe. Bevor wir im Herzen der Insel mit Blick auf den Giganten Piton des Neiges ankommen, müssen wir die legendäre Strasse der 400 Kurven überstehen. Hier bleiben wir für die Nacht – gut so, die Rückfahrt hätte mein Magen definitiv nicht überstanden.
Noch ganz verschlafen, schauen wir am nächsten Morgen auf den Piton des Neiges in seiner vollen Pracht. Hier schlägt der Puls der Canyoning-Liebhaber und das Herz von Wanderern und Bikern höher. Wir schlendern noch durch das charmante Städtchen und besichtigen das Hotel Tsilaosa, das seinen kreolischen Stil bewahrt hat. Cilaos ist trotz der anspruchsvollen Anfahrt für Aktive und Naturliebhaber definitiv eine Reise wert.
Rückkehr ans Meer & persönliche Favoriten
Den gleichen Weg zurück geht es Richtung Südwesten ans Meer. Bei 32 Grad im Schatten – nur ist kein Schatten in Sicht – stehen die Besichtigungen von sechs Hotels an. Für die letzten erholsamen Tage am Meer, an traumhaften Stränden, ist das charmante Hotel Nautile Beachfront eine gute Wahl. Das neue, im Jahr 2025 eröffnete Wood & Spa Hotel hingegen: the place to be. Meine Königin, um die Seele baumeln zu lassen, bleibt das Palm & Spa Hotel im Süden der Insel.
Am vierten Tag verabschieden wir uns voller Dankbarkeit von diesem Juwel im Indischen Ozean. Belohnt werden wir mit einem gigantischen Rundblick vom Piton Maïdo auf 2’200 m ü. M. – dem schönsten Ort auf La Réunion. Auf Kreolisch sagen wir „Nartrouve“ – und ja, ich komme wieder, irgendwann.
Rückkehr nach Mauritius – Traumstrände und Genuss
Zurück auf Mauritius erwarten uns noch drei wunderschöne Tage, bevor wir in die kalte Schweiz zurückfliegen.
Wir fahren Richtung Norden zum historischen Ort Cap Malheureux – das Kap des Unglücks, das auf zahlreiche Schiffbrüche und die Landung der Briten im Jahr 1810 zurückgeht. In der imposanten roten Kirche Notre Dame finden regelmässig prunkvolle Hochzeiten statt.
Der touristischere Norden mit Grand Baie bietet eine grosse Vielfalt an Stränden – von belebt bis ruhig. Das „The Oberoi Beach Resort“ liegt an bester Strandlage im Nordwesten. Dort speisen wir königlich mit Blick aufs azurblaue Meer. Gäste der Luxusklasse finden hier Ruhe und exklusiven Service.
Vor dem Lunch entdecken wir meinen Favoriten im Norden: das Constance Sakoa Hotel. Das kleine Boutique-Hotel mit 16 Zimmern direkt am Trou aux Biches Strand hat meinen persönlichen Geschmack voll getroffen.
Aktivitäten, Natur und versteckte Juwelen
Die Familienhotels Ravenala und Zilwa der Attitude-Gruppe überzeugen mit ihrem All-inclusive-Konzept und ihrem Engagement für die kreolische Kultur.
Nach einer kurzen Nacht besuchen wir das Hotel Sugar Beach am langen, feinsandigen Strand Flic en Flac. Hier kann man sein persönliches Parfüm kreieren, und es werden täglich spannende Workshops angeboten. Ein weiteres Highlight ist die Mitbenutzung der Infrastruktur des Schwesterhotels La Pirogue.
Mein persönliches Highlight dieses Tages ist die Fahrt ins Landesinnere nach Chamarel. Dort tauchen wir ein in den „Garten Eden“. Das Lakaz Chamarel ist ein himmlischer Ort mit authentischen Menschen, die die kreolische Kultur pflegen und uns mit einem einzigartigen Mittagessen verwöhnen.
In der Nähe befinden sich zwei weitere Sehenswürdigkeiten: die „Seven Coloured Earth“, eine einzigartige geologische Kuriosität, sowie der höchste Wasserfall auf Mauritius, der 100 Meter in die Tiefe stürzt.
Traumabschluss am Le Morne
Die Nacht verbringen wir im Südwesten der Insel am traumhaften Strand von Le Morne im Hotel Paradis Beachcomber Golf Resort & Spa. Ein grosszügiges Resort mit vielfältigem Aktivitätenprogramm und erstklassigem Service für die ganze Familie.
Bis jetzt fehlte mir jedoch das i-Tüpfelchen. Am letzten Tag habe ich es entdeckt – mein Traumhotel: das charmante Luxushotel The St. Regis Le Morne Resort. Es liegt am Fusse des imposanten Berges Le Morne Brabant, auf der gleichnamigen Halbinsel, direkt an einem wunderschönen Palmenstrand.
Die im Kolonialstil gehaltenen Villen mit Butler-Service lassen keine Wünsche offen. Die Wohlfühl-Atmosphäre der eleganten Suiten und das ausgezeichnete Fischmenü erschweren es, sich von diesem paradiesischen Ort zu verabschieden.
Fazit – Mauritius oder La Réunion?
Nun stellt sich die Frage: Mauritius oder La Réunion?
Für aktive Reisende, die das Aussergewöhnliche in einer beeindruckenden Natur suchen, ist La Réunion die richtige Wahl. Liebhaber von Traumstränden mit kreolischer Herzlichkeit fühlen sich auf Mauritius zuhause.
Oder die Kombination von beiden Juwelen im Indischen Ozean – für mich die perfekte Entscheidung, um vollständig in dieses Paradies südlich des Äquators einzutauchen.


