NAMIBIA

Rafael Emmisberger

Namibia

Besuchtes Land: Namibia
Reisedatum: 1.6.–8.6.2026
Geschrieben von: Rafael Emmisberger

Für mich ging es dieses Jahr auf meiner geschäftlichen Studienreise nach Namibia. Dieses Land stand schon sehr lange auf meiner Bucketlist, weshalb ich mich ganz besonders auf diese Reise gefreut habe.

Anreise nach Namibia

Unsere Reise startete am 1. Juni mit dem ersten neuen Direktflug von Zürich nach Windhoek. Edelweiss hatte diese Verbindung neu in ihr Streckennetz aufgenommen. Nach einem angenehmen neunstündigen Direktflug landeten wir in Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Es war bereits dunkel, als wir am Abend ankamen. Unser lokaler Reiseleiter Horst, der «Wüstendeutsche», begrüsste uns herzlich und wird uns während der nächsten sieben Tage als Fahrer und Guide begleiten.

Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es für uns früh ins Bett, denn ab diesem Zeitpunkt starteten unsere Tage jeweils bereits um 7 Uhr. Uns erwartete ein vollgepacktes Programm, schliesslich wollten wir Namibia in nur sieben Tagen entdecken. Eine Herausforderung, die sich definitiv gelohnt hat.

Erongo – meine ersten Eindrücke von Namibia

Nach dem Frühstück begann unsere Fahrt in Richtung Erongo. Die Landschaft war wunderschön und ich konnte Namibia nun endlich bei Tageslicht bewundern. Bereits kurz nach unserer Abfahrt wartete ein erstes persönliches Highlight auf mich: Nur wenige Meter neben der Strasse entdeckten wir mehrere Giraffen, die uns neugierig beobachteten.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich am ersten Tag diese wunderschönen Tiere sehen würde, und es wird nicht das letzte Mal bleiben. Bei der Naturfahrt am Nachmittag, die wir von unserer Lodge aus unternahmen, entdeckten wir noch zahlreiche weitere Tiere. Ich war besonders erstaunt, wie viele Tiere wir beobachten konnten, denn bei einer solchen Naturfahrt steht die Tierbeobachtung eigentlich nicht unbedingt im Mittelpunkt. Umso schöner war die Überraschung.

Am Abend durften wir bei den Erongo Mountains einen Sundowner geniessen und dabei den wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Später in der Nacht folgte ein weiteres Highlight: der Sternenhimmel. Noch nie zuvor hatte ich die Sterne so klar und eindrucksvoll gesehen wie in Namibia. Der Anblick war einfach unglaublich.

Damaraland – Begegnung mit den Wüstenelefanten

Am nächsten Tag ging es für uns weiter ins Damaraland, wo wir die kommenden zwei Tage verbringen werden. Diese Region hält viele eindrucksvolle Erlebnisse bereit, doch die Begegnung mit den Wüstenelefanten gehört für mich definitiv zu den ganz besonderen Momenten dieser Reise.

Früh am Morgen, bei noch kühlen Temperaturen, starteten wir unsere holprige Fahrt mit den Jeeps. Auf den Schotterpisten wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Nach einiger Zeit erreichten wir das Gebiet der sogenannten «Desert-Adapted Elephants». Und plötzlich waren sie da, eine ganze Herde, darunter sogar mehrere Jungtiere. Die imposanten Tiere bewegten sich nur wenige Meter von unseren Jeeps entfernt ganz ruhig durch die Landschaft. Es war faszinierend, diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.

Die sogenannten «Desert-Adapted Elephants» haben sich perfekt an die kargen Bedingungen des Damaralands angepasst. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser legen sie grosse Distanzen zurück und kommen dabei mit erstaunlich wenig Wasser aus. Diese Begegnung mit diesen wunderschönen Tieren werde ich so schnell nicht vergessen.

Am Abend stiessen wir auf dieses besondere Erlebnis auf der Aussichtsterrasse des Camp Kipwe an. Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang liessen wir den Tag inmitten der Natur ausklingen. Ein einzigartiger Moment, ganz in Ruhe, mitten in der Natur!

Sossusvlei – Sand, Dünen und unvergessliche Momente

Nach einer Nacht in Swakopmund ging es für uns weiter Richtung Sossusvlei, wo wir die letzten beiden Tage unserer Reise verbringen sollten. Wir verliessen die Küste, liessen das schlechte Wetter hinter uns und machten uns auf den Weg in die trockene Wüstenlandschaft.

Inmitten dieser beeindruckenden Landschaft erlebte ich einige der schönsten Momente meiner Reise. Ein besonderes Highlight war die Besteigung der Big Daddy Dune. Der Aufstieg ist lang und führt über mehr als 300 Höhenmeter, doch die Anstrengung lohnt sich definitiv. Oben angekommen, wird man mit einem atemberaubenden Blick über die endlose Dünenlandschaft belohnt. Überall sieht man Sand, so weit das Auge reicht. Ein unglaublicher Anblick.

Anschliessend ging es hinunter ins Deadvlei. Der Abstieg ist steil, macht aber unglaublich viel Spass. Barfuss springe und renne ich die Düne hinunter, während der weiche Sand unter meinen Füssen nachgibt. Am liebsten hätte ich diesen Abstieg den ganzen Tag wiederholt.

Unten angekommen, wirkt die Landschaft plötzlich ganz anders. Die abgestorbenen Bäume, der helle Sand und der tiefblaue Himmel bilden einen unglaublichen Kontrast und lassen das Deadvlei beinahe unwirklich erscheinen. Es fühlt sich an, als wäre man in einer anderen Welt gelandet.

Abschied von Namibia

Den letzten wunderschönen Sonnenuntergang meiner Namibia-Reise geniessen wir bei der Kulala Desert Lodge. Später in der Nacht werfe ich ein letztes Mal einen Blick in den beeindruckenden Sternenhimmel und lasse die vielen tollen Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren.

Auch wenn Namibia nicht in erster Linie für die grösste Tiervielfalt Afrikas bekannt ist, hat mich das Land auf ganz besondere Weise begeistert. Die endlose Weite, die spektakulären Landschaften und die wohltuende Ruhe machen Namibia zu einem einzigartigen Reiseziel. Kaum ein anderes Land vereint so viele unterschiedliche Naturräume: von den roten Dünen der Namib-Wüste über die zerklüftete Atlantikküste bis hin zu faszinierenden Nationalparks und weiten Savannen.

Gerade diese Vielfalt und das Gefühl grenzenloser Freiheit haben Namibia für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Das Land hat mir auf dieser Reise unzählige beeindruckende Facetten gezeigt und bleibende Erinnerungen geschenkt.

Eines ist für mich bereits jetzt klar: Das war nicht meine letzte Reise nach Namibia! Ich freue mich schon heute darauf, zurückzukehren und noch mehr von diesem aussergewöhnlichen Land zu entdecken.

Namibia, bis bald!