Besuchtes Land: Thailand – Land des Lächelns
Geschrieben von: Michelle Rufibach
Sawasdee ka, Thailand!
Ich hatte das grosse Glück, acht Tage auf einer geschäftlichen Studienreise in diesem faszinierenden Land verbringen zu dürfen. Unsere Reise führte uns von der pulsierenden Metropole Bangkok bis zu den traumhaften Inseln und Küstenlandschaften im Süden Thailands. Gemeinsam mit einheimischen Reiseleitern durften wir die faszinierende Vielfalt Thailands hautnah erleben.
Bangkok – überraschend, lebendig und voller Kontraste
Mit dem Direktflug ab Zürich begann unser Abenteuer in Bangkok. Die thailändische Hauptstadt hat mich von der ersten Minute an begeistert. Unsere Rundreise startete im Viertel Talad Phlu, das wir mit dem lokalen Zug erreichten. Dort durften wir bei einer Food Tour die Vielfalt der thailändischen Küche entdecken. Von Bubble Tea über exotische Früchte bis hin zu köstlichen Streetfood-Spezialitäten, die Geschmacksvielfalt war beeindruckend.
Natürlich durften auch die kulturellen Highlights nicht fehlen. Wir besichtigten prächtige Tempelanlagen, bewunderten den berühmten Grossen Buddha und tauchten in das lebendige Treiben von Chinatown ein. Die Heimfahrt erfolgte mit dem Tuk-Tuk durch die belebten Strassen Bangkoks.
Am nächsten Tag stand ein absolutes Highlight auf dem Programm: eine Fahrradtour durch Bangkok. Hand aufs Herz, wer denkt bei Bangkok schon an eine Fahrradtour? Ich jedenfalls nicht. Umso mehr hat mich dieses Erlebnis überrascht. Die Tour führte uns durch schmale Gassen, versteckte Wohnquartiere und grüne Oasen fernab der bekannten Touristenpfade. Zeitweise fühlte es sich an, als wären wir an einem völlig anderen Ort und definitiv nicht in einer Millionenstadt. Genau das macht Bangkok für mich so besonders: Hinter jeder Ecke wartet eine neue Überraschung, ein neues Geheimnis.
Von Bangkok nach Krabi – Naturparadies im Süden
Mit einem Inlandflug der Thai Airways ging es weiter in den Süden Thailands. Dort erwarteten uns traumhafte Inseln, beeindruckende Küstenlandschaften und eine Natur, die ihresgleichen sucht.
Unsere erste Station war Koh Lanta – definitiv eines meiner persönlichen Highlights. Üppiger Dschungel, lange Sandstrände und eine unglaublich entspannte Atmosphäre machen die Insel zu einem ganz besonderen Ort. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Kajak- und Bootsausflug entlang der Küste. Die beeindruckenden Felsformationen, das glasklare Wasser und die unberührte Natur machten diesen Tag zu einem meiner liebsten der gesamten Reise.
Weiter ging es über Saladan nach Krabi, wo uns unberührte Natur sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln erwarteten. In Krabi haben wir beide Seiten der Region kennengelernt, beide wunderschön, aber ganz unterschiedlich.
Obwohl die verschiedenen Inseln und Regionen geografisch nahe beieinanderliegen, vermittelt jede von ihnen ein ganz eigenes Reisegefühl. Genau diese Vielfalt macht Südthailand so spannend.
Koh Yao – das authentische Thailand
Unsere Reise führte uns weiter nach Koh Yao Yai und Koh Yao Noi. Die beiden Inseln gelten noch immer als Geheimtipp und sind ideal für Reisende, die Ruhe und Ursprünglichkeit suchen.
Ein besonderes Erlebnis war der Schnorchel-Ausflug mit dem Schnellboot zu den umliegenden Inseln. Das türkisfarbene Wasser und die farbenfrohe Unterwasserwelt waren schlichtweg traumhaft.
Unbedingt empfehlenswert ist auch die Wanderung zum Aussichtspunkt auf Hong Island. Der Blick über die Inselwelt der Phang-Nga-Bucht ist spektakulär und belohnt jeden einzelnen Schritt.
Reisen in der Regenzeit – besser als ihr Ruf
Wir waren während der sogenannten Regenzeit unterwegs und hatten grosses Glück mit dem Wetter. Zwar gab es gelegentlich kurze Regenschauer, diese dauerten meist nicht länger als 30 Minuten. Ansonsten konnten wir tagsüber häufig sonniges Wetter mit Temperaturen über 30 Grad geniessen, begleitet von der für Thailand typischen hohen Luftfeuchtigkeit.
Eine Woche vor unserer Ankunft hatte es dagegen in einigen Regionen noch Überschwemmungen gegeben. Das Wetter in Thailand ist unterschiedlich und schwer vorhersehbar. Die Wetter-Apps lagen immer daneben, und auch die Einheimischen bestätigten uns, dass Prognosen insbesondere im Süden nur bedingt zuverlässig sind. Zudem kann es mittlerweile selbst während der eigentlichen Trockenzeit zu Regenschauern kommen.
Ein grosser Vorteil der Nebensaison sind die deutlich geringeren Besucherzahlen. Viele Sehenswürdigkeiten und Strände wirken wesentlich entspannter, und auch die Preise sind oftmals attraktiver. Für mich persönlich hat die Regenzeit ihren Reiz und käme bei einer zukünftigen Thailand-Reise durchaus wieder infrage.
Fazit
Neben den beeindruckenden Landschaften, den traumhaften Inseln und den kulturellen Schätzen sind es vor allem die Menschen, die dieses Land so besonders machen. Egal wo wir unterwegs waren, wir wurden stets mit einem Lächeln empfangen. Die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit der Thailänderinnen und Thailänder haben mich tief beeindruckt und berührt.
Ich habe mich während der gesamten Reise sicher, willkommen und wohl gefühlt. Gerade deshalb kann ich Thailand auch Alleinreisenden uneingeschränkt empfehlen.
Wer Kultur, Kulinarik, Natur, Traumstrände und herzliche Gastfreundschaft sucht, wird dieses Land lieben.
Khob khun ka, Thailand – und hoffentlich bis bald!


