Tansania

Besteigung des Kilimanjaro
Besteigung des Kilimanjaro 1024 683 Webmaster1

Datum: 24.07.2017-31.07.2017
Geschrieben von: Therese & Balz Stump
Teilnehmer:  Familiengruppe von 10 Personen (3 Generationen)

Unser Abenteuer beginnt in Marangu (2 Fahrstunden von Arusha) in einem gemütlichen Hotel.

Wir treffen unseren Schweizer Bergführer und werden mit den lokalen Bergführer Godlisen, Goodluck, Gaudence und Jimmy bekannt gemacht. Bevor das Kilimanjaro-Trekking beginnt, spazieren wir durch Marangu und besuchen das Kilimanjaro Farmhouse – ganz nach dem Motto Pole Pole! Vom Alltag herunterfahren, bevor die Besteigung des Kilimanjaro losgeht. Wir freuen uns alle und sind gespannt was auf uns zukommt.

Um 09.00h starten wir am folgenden Tag beim Kilimanjaro Gate auf ca. 1800müM. Das Tempo wird von unserem Guide Gaudence vorgegeben. Er, der aktuell den lokalen Kilimanjaro Rekord mit 9h30min hält! Hin und zurück wohlverstanden. Er wandert „Pole Pole“ voran, und erspäht bald schon die ersten Blue Monkeys. Für ihn seien die Tage mit Trekkinggästen „relaxing“, und dazu hat er ein Auge für die Natur. Wir bestaunen die Blue Monkeys und Black Colobus Monkeys, die uns bis zur Mandara Hütte auf 2700müM immer wieder begleiten. Da oben erspähen wir auch noch Baumschliefer, die bis aufs Dach der Hütte kommen. Was für eine herrliche Natur, die uns bereits am ersten Trekkingtag begegnet. Als Abschluss des Tages präsentiert sich ein prächtiger Sternenhimmel. So schön haben wir die Milchstrasse und Co. schon lange nicht mehr gesehen.

Auch der Weg in die Horombohütte auf 3700müM ist abwechslungsreich und schon früh präsentiert sich der Kilimanjaro in seiner ganzen majestätischen Grösse. Da oben werden wir hoffentlich in ein paar Tagen stehen. Der Weg scheint noch weit, doch unglaublich schön. Protea, Lobelien, Senezien, Erikabäume, Nektarvögel, Geierraben; auch auf der zweiten Etappe begegnen wir faszinierende Natur. Auch die Horombo Hütte liegt wunderschön gelegen in Senezien-und Erikafeldern. Hier werden wir zwei Nächte verbleiben, um uns optimal an die Höhe anzupassen.

Die Akklimatisierungsetappe führt uns in Richtung Kibo Sattel auf 4400müM. Vorbei an den Zebrafelsen wechselt die Vegetation allmählich und bald schon sind wir in der Lavawüste, der sogenannten Kibowüste. Den Kilimanjaro erspähen wir heute leider nicht, er gibt sich verdeckt in den Wolken, nur bis zur Kibohütte sehen wir. Den Nachmittag verbringen wir wieder in den Horombohütten mit Spielen, Lesen und Plaudern. Wir freuen uns auf das Kommende, sind aber auch ein bisschen angespannt. Alle sind jedoch motiviert und wollen ganz hinauf.

Die letzte Etappe vor dem Gipfelsturm führt uns zuerst nochmals durch Erikabüsche und Senezienfelder, bis wir am „Last Waterpoint“ vorbeikommen und schon bald in die Kibowüste wandern. Ab jetzt läuft der Countdown. In ziemlich genau 24 Std. werden wir wieder hier vorbeikommen. Eine gewisse Unsicherheit ist wohl bei allen da, wie wird es wohl sein in der Nacht auf den Koloss zu wandern? Der starke Wind hier in der Kibowüste macht uns zu schaffen, es ist bereits jetzt sehr kalt und niemand spricht mehr. Im Wind würden wir uns fast nicht mehr verstehen, jeder hängt seinen Gedanken nach.

Die Kibohütte ist nicht so gemütlich wie die anderen Hütten, und trotzdem bekommt man sie mit der Zeit gerne. Sie ist einfach und ein bisschen wild. Jetzt heisst es, unsere Sachen für die Nacht bereitzulegen und dann ein bisschen zu schlafen, das Nachtessen einzunehmen und nochmals bis um 23.30h zu schlafen. Der Wind weht immer und immer wieder die Türen auf, macht einen Lärm und wohl die wenigsten von uns schlafen richtig tief. Ein bisschen ausruhen vor dem „grossen Sturm“.

Um 23.30h werden wir von den Guides „geweckt“. Ein Gruppenmitglied hat leider die Höhenkrankheit und musste in der Nacht mehrmals erbrechen. Sicherheit und Vernunft während dem Kilimanjaro Trekking war bereits ein Thema in Marangu bei der Vorstellungsrunde. Und auch den Kilimanjaro nicht um jeden Preis zu erzwingen. Ebenfalls verzichteten wir auf ein „Doping“-Medikament. Deshalb war für ihn leider hier in der Kibohütte Schluss. Eine beachtliche Leistung und immerhin Mont Blanc Höhe! Wir verabschieden uns und starten Pole Pole in die dunkle Nacht hinaus.

Was für ein bezaubernder Sternenhimmel und schon bald erkennen wir die Lichter von Rongai in Kenia. Bei der Hans Meyer Höhle müssen wir uns leider nochmals von einer Person verabschieden, dem die Höhe stark zu schaffen macht. Er tritt in Begleitung eines Guides den Rückweg an.

Alle anderen gehen weiter, zwei von uns mit Jimmy und Goodluck ein bisschen langsamer, Godlisen und der Schweizer Bergführer erreichen um 05.45h bereits den Gilmans Point. Wow!

Und der Himmel verfärbt sich ganz langsam. Weiter geht es zum Stella Point und hier kommt die langersehnte Sonne. Ergreifend! Was für ein Farbenspiel, wie diese verschiedenen Orange und Rottöne den Berg verfärben. In diesem Licht geht es weiter bis zum Uhuru Peak, den wir um 07.15h erreichen. Wir sind ganz oben! Wir umarmen uns, gratulieren und geniessen den Augenblick. Wow, wir haben es geschafft, wir sind auf 5895müM!

Ein Gruppenfoto und bereits nehmen wir den langen Abstieg in Angriff. Da kommt uns Goodluck mit dem Grossvater (70) entgegen. Der Enkel kehrt nochmals mit dem Bergführer um, um mit ihm gemeinsam auf dem Gipfel zu stehen. Das Gipfelfoto darf natürlich nicht fehlen. Jimmy erreicht mit dem „letzten“ Gast den Stella Point auf 5745müM, auch dies eine super Leistung.

Wir wandern noch bis zur Horombohütte und ruhen uns da aus. Am Abend kommen die lieben Guides, die nun mittlerweile allen ans Herz gewachsen sind, mit einer Überraschung und singen die Kilimanjaro Lieder. Um richtig zu feiern sind wir noch zu müde. Wir geniessen den Augenblick, bevor wir erschöpft, aber sehr glücklich das letze Mal im Schlafsack einschlafen.

Nun heisst es Abschied nehmen vom schönen Berg und bei strömendem Regen laufen wir ins Tal hinunter. Der Regen scheint aber niemanden zu stören, er gibt der Region etwas Mystisches und so erleben wir den Regenwald nochmals von einer anderen Seite.

Am Abend am Trägerfest singen und tanzen wir mit den Guides und dem ganzen Team. Nun sind alle zum Feiern gelaunt. Gaudence ist zudem sehr musikalisch und trommelt und singt. Wir bedanken uns beim ganzen Team.

Wir waren mit wenig Bergsteiger Erfahrung zum Kilimanjaro Trekking gestartet. Ein Ziel von allen war der Gipfel. Aber nicht nur und nicht um jeden Preis. So waren alle gespannt auf die verschiedenen Klimazonen und die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Mit einer Person bis zur Kibohütte, eine bis zur Hans Meyer Höhle auf 5400müM, eine bis zum Stella Point und sieben auf dem Uhuru Peak dürfen aber alle mit dem Erreichten zufrieden und wohl auch ein bisschen stolz sein. Der Kilimanjaro, das ist aber nicht nur der Gipfel; es ist der Weg dorthin, die intakte wunderschöne Natur, die Begegnungen mit den Dschaggas, die verschiedenen Vegetationszonen und auch die verschiedenen Klima zu spüren. Wir hatten viel Sonne, wir hatten Wind, Nebel und Regen. Und wir hatten gespürt, wieder mal richtig draussen zu sein. Für uns das Faszinierendste an einer Kilimanjaro Besteigung. Diese verschiedenen Klima und die lieben Menschen – sich eine ganze Woche Pole Pole einem Berg zu widmen.

 

Impressionen

Tansania – Nationalparks auf eigene Faust
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Datum: 05.07.2016 – 01.08.2016
Geschrieben von: Patrick Lehmann
Fluggesellschaft: Swiss und Precision Air
Fortbewegungsmittel: Individuell mit Mietauto

Meine Reise hat mich in das abenteuerliche Tansania geführt. Ziel der Reise war es die verschiedenen Nationalparks auf eigene Faust zu besuchen und speziell die grosse Tierwanderung durch die Serengeti zu beobachten. Nach der grossen Safari suchte ich Entspannung auf der Insel Sansibar vor der Küste Tansanias.

Route:

Highlights Tansania:

Abenteuer mit dem eigenen Wagen

Die Entdeckung mit dem Mietwagen ist nicht für jedermann geeignet. Wenn man die Strapazen (i.S. Navigation mit Karte und Kompass, kleine Defekte am Wagen selber reparieren, bewusste Kilometerplanung wegen des Treibstoffs) auf sich nimmt, wird man jedoch x-Fach belohnt. Man ist in einer der schönsten und tierreichsten Gegend der Welt ganz alleine unterwegs und entscheidet, wann man wohin fährt.

NgoroNgoro Krater

Der Krater bietet den Besuchern eine ganz spezielle Atmosphäre. Zentral ist es auf dem Kraterrand zu übernachten, damit man die Stimmung am Abend geniessen kann. Am Morgen lohnt es sich früh in den Krater zu fahren, damit man den Sonnenaufgang geniessen kann. Die Tierwelt ist ähnlich wie in den anderen Parks, jedoch hatte es bei diesem Besuch sehr viele Hyänen. Grundsätzlich ist es im Gegensatz zu der Serengeti einfacher die Katzen zu „spotten“, da die Ebene sehr flach ist und die Vegetation eher karg.

Geparden Nachwuchs im Südosten des Serengeti Nationalparks

Der Südosten des Nationalparks war lange Zeit für die Besucher gesperrt. Es gab verschiedene wissenschaftliche Projekte zur Erforschung der Geparde in dieser Region. Die Zone wurde nun wieder für die Besucher zugänglich gemacht und man kann die Pracht der Geparde bestaunen.

Entspannen auf der Insel

Nach der abenteuerreichen Safari hiess es nun entspannen auf der wunderschönen Insel Sansibar. Ich habe das Hotel Star of the East gewählt. Das Hotel ist ein absolutes Highlight. Übernachtet wird in einer eigenen Villa mit Pool und persönlichem Butler. Das Grundstück liegt im Norden der Insel und hat dadurch die optimale Lage für den Sonnenverlauf.

Lieblingshotels:

Namiri Plains Camp
Das Namiri Plains Camp liegt im Südosten der Serengeti und ist der ideale Platz um Geparde zu beobachten. Namiri steht für Exklusivität und bietet alles, was man sich nur vorstellen kann. Das Camp ist vom Zentrum (Seronera) zirka zwei Stunden entfernt.

Kubu Kubu Tented Camp
Dieses moderne und 2016 fertiggestellte Camp befindet sich in der Nähe des Zentrums der Serengeti. Der Name lässt vermuten, dass es eine Zeltlandschaft ist, dies ist aber nicht so. Diese Unterkunft gleicht eher einem modernen Hotel mit Aussendusche und grossem Infinity Pool auf die grossen Flächen der Serengeti. Die Zimmer sind sehr geräumig und haben alle einen eigenen Balkon, welcher zu einem gemütlichen Apéro einlädt.

Star of the East
Dieses wunderschön gelegene Hotel bietet den Gästen jeden Luxus. Die Villen sind sehr geräumig und haben alle einen eigenen Pool. Der Butler Service überzeugt in jeder Hinsicht. Der Koch der Villen geht auf die Wünsche der Gäste ein und kauft entsprechend die gewünschten Produkte. Die Villen liegen etwas erhöht und der Weg zum Strand dauert etwa fünf Minuten. Am Stand haben die Villagäste einen eigenen Bereich, wo man die Vorzüge des Star of the East geniessen kann.

Impressionen