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Guatemala
Guatemala 1024 768 Lehmann Reisen

Reisebericht Guatemala von Renzo Maletti

Fortbewegungsmittel: Auto mit Guide

Lebendige Traditionen, gigantische Maya Tempel, abwechslungsreiche Landschaften und bunte Stadtbilder prägen das Bild von Guatemala, das sich mitten im amerikanischen Kontinent befindet. Untenstehend vier Highlights, die man gut in einer Woche besuchen kann, z.B. auch in Kombination mit Mexiko oder Belize.

Tikal, die wohl schönste und bedeutendste Maya-Stätte der Welt. Die beeindruckenden Tempel sind riesig und liegen versteckt mitten im Dschungel auf einer Fläche von über 65 Quadratkilometer. Die meisten der über dreitausend Bauten sind noch nicht erforscht worden. Es lohnt sich, die Anlage mit einem Guide zu Fuss zu entdecken, um die faszinierende Geschichte der Mayas und ihrer Tempel näher kennenzulernen.

Antigua ist eine der ältesten Städte Lateinamerikas und frühere koloniale Hauptstadt Zentralamerikas. Heute ohne Zweifel die schönste Stadt Guatemalas. Die Kleinstadt ist von drei Vulkanen umgeben und ist bekannt für ihre Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit. In Antigua findet das wohl grösste Osterfest „La Semana Santa“ Mittelamerikas statt. Die Bewohner schmücken die Strassen mit bunten Blütenteppichen. Mithilfe von Schablonen werden bunt gefärbte Sägespäne, Blüten und Blätter zu farbenfrohen Mustern geformt.

Lago de Atitlan, der malerische See, liegt 1560 Meter über dem Meeresspiegel in einem Krater, der durch die Explosion einer der drei umliegenden Vulkane entstanden ist. Während einer Bootsfahrt taucht man in die einzigartige Atmosphäre dieser Gegend ein. Ein Highlight ist die Übernachtung im Hotel Atitlan, das Haus im traditionellen Stil liegt direkt am See mit einer eindrücklichen Panoramasicht zu den gegenüberliegenden Vulkanen. Herrlich!

Chichicastenango, der farbenprächtige Markt im gleichnamigen Ort, wird von den Einheimischen kurz „Chichi“ genannt. Immer donnerstags und sonntags verwandelt sich die kleine Stadt in einen riesigen, beeindruckenden Markt. Die Vielfalt der angebotenen Ware ist schlicht überwältigend. Wer am Vorabend schon in Chichi weilt, sieht wie die indianischen Familien aus den umliegenden Dörfern ihre Waren ausbreiten und sich unter freiem Himmel schlafen legen.

Schweden
Schweden 1024 576 Lehmann Reisen

Datum: 07.07. – 22.07.2018
Geschrieben von: Rafael Emmisberger
Fluggesellschaft: Easyjet
Fortbewegungsmittel: Mietwagen

Meine Highlights:

Jumbostay Hotel Stockholm:

Direkt neben dem Flughafen bietet sich für Flugzeugliebhaber die Möglichkeit, in einem Cockpit oder z.B. in einer Flugzeugturbine einer alten Boeing 747 zu übernachten. Am Abend hat man die Möglichkeit, vom Flügel aus den Sonnenuntergang zu geniessen und den vorbeirollenden Flugzeugen zuzusehen.

Dalslands Elchranch Ed:

Die Elchranch in Ed liegt im Südwesten von Schweden. Wenn man die Ranch betritt, sieht man die mächtigen Elche in ihrem schönen Zuhause. Die Elche haben ein 10 ha grosses Gelände in einem Waldstück. Um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr sind die Fütterungszeiten der Tiere.  Wenn es Futter gibt, sind die Elche sehr zutraulich. Manchmal sind auf der Ranch Jungtiere anzutreffen, welche man füttern und bestaunen kann. Die Besitzer betreiben die Ranch mit viel Herzblut und ihnen ist das Wohl der Tiere sehr wichtig. Die Ranch ist für jeden ein unglaublich schönes Erlebnis, welches man so schnell nicht mehr vergisst.

Strand Falsterbo:

Der einige Kilometer lange Sandstrand ganz im Süden von Schweden ist einer der schönsten Strände des Landes. Das kühle Wasser ist glasklar und perfekt für eine Abkühlung. Am Strand zieren schön bemalte Strandhäuschen die Landschaft. Spaziert man am Meer entlang, trifft man immer weniger Menschen an. Es bietet sich die Möglichkeit, Velos zu mieten und Strandwege zu erkunden.

Sandhamn:

Mit dem Boot fährt man von Stockholm aus durch die wunderschöne Schärenlandschaft.  Nach 2,5 Stunden erreicht man die Ortschaft Sandhamn. Ein Dorf, das nur mit dem Boot zu erreichen ist. Man spaziert durch die Gassen und sieht die typisch schwedischen Häuser. Es ist beeindruckend, dass viele Einwohner von Sandhamn mit dem Boot nach Stockholm fahren müssen, um dort zu arbeiten. Ein Tagesausflug nach Sandhamn lohnt sich auf jeden Fall.

Tjörnehuvud:

Tjörnehuvud ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Westküste. Der Aufstieg ist etwas beschwerlich, da es 80 Meter die Felsen hinaufgeht. Oben angekommen sieht man die wunderschönen Schären.

Städtereise nach Graz
Städtereise nach Graz 768 1024 Lehmann Reisen

Titel: Städtereise nach Graz
Datum:  22.03. – 24.03.19
Geschrieben von: Annette Ringsdorff
Anreise: mit SWISS ab Zürich, jedoch auch mit ÖBB Nightjet ab Zürich Hbf möglich
Fortbewegungsmittel: öV, vor allem zu Fuss

Haben Sie schon einmal über eine Städtereise nach  Graz nachgedacht? Graz ist die zweitgrösste Stadt in Österreich und ist als junge, hippe Stadt bekannt. Graz ist weder so imperial wie Wien noch so fotogen wie Salzburg. Die Hauptstadt des Bundeslandes Steiermark ist eine junge Stadt mit einem grossen Angebot an Kunst und Kultur. Besonders im Frühling und im Sommer versprüht Graz ein mediterranes Flair.

Highlights:

1. Der Schlossberg und Uhrturm

Von der Altstadt erreichen Sie den Uhrturm bequem in 15 Minuten. Entweder man nimmt die Treppen oder die Standseilbahn. Der Uhrturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Von hier aus hat man einen sensationellen Blick auf die Plätze und Gassen der Altstadt.

2. Murinsel

Eine Insel mitten im Fluss. Die Murinsel wurde errichtet, als Graz vor einigen Jahren Kulturhauptstadt war. Die muschelförmige Plattform schwimmt auf der Mur und beherbergt ein kleines Cafe.

3. Kunsthaus Graz

Das futuristischste Bauwerk in Graz ist das Kunsthaus. Es gilt als modernes Wahrzeichen der Stadt und erinnert an ein Raumschiff. Das Gebäude fügt sich wie eine blaue Blase zwischen die Gebäude der Altstadt. Dort werden internationale Austellungen gezeigt.

4. Lendplatz & Bauernmarkt

Der Lendplatz gilt eher als Geheimtipp und ist besonders unter den Einheimischen beliebt. Dort findet täglich ein Bauernmarkt mit regionalen Spezialitäten statt. Auch finden Sie dort fest installierte Gastronomie Stände an welchen Sie unterschiedlichste Köstlichkeiten geniessen können.

Ich empfehle einen Besuch bei «Die süsse Luise», hier lässt sich herrlich frühstücken. Das Lendviertel ist gleichzeitig das «hippste» Viertel der Stadt. Hier spielt sich das «echte» Leben ab, hier finden Sie nette Geschäfte, tolle Restaurants und Bars.

5. Das leibliche Wohl

Ich lasse mich gerne auf ein leichtes Mittagessen bei «Frankowitsch» nieder. Hier kann man seit 1932 die legendären belegten Brötchen geniessen. Ob belegt mit Hummer, Roast Beef oder vegetarischen Aufstrichen, hier bleibt kein Schnittchen-Wunsch offen. Wer es lieber süss mag, findet hier auch Kuchen und Torten…ein absolutes Muss für Ihren Graz-Ausflug…

Ich hoffe ich habe Ihnen mit diesem kleinen Einblick Lust auf einen Ausflug nach Graz, der kleinen Schwester von Wien, gemacht.

Machu Picchu
Machu Picchu 1024 768 Lehmann Reisen

Machu Picchu – Meine Tipps für den Besuch der Inkastadt

Um den grossen Touristenstrom in Aguas Calientes zu umgehen, empfehle ich jedem Peru Reisenden einen Teil des Trail zur „verlorenen Stadt der Inkas“ zu Fuss in Angriff zu nehmen.

Wir bestiegen den Zug in Ollantaytambo im Urubamba Tal und fuhren bis Kilometer 104 Camino Sagrado. Von dort marschierten wir weiter bis zum magischen Höhepunkt jeder Peru Reise:

Machu Picchu, auf deutsch der alte Berg. Das ist die geheimnisumwobene antike Inka-Stadt, die so lange versteckt und vergessen war.

Erst 1911 entdeckte Hiram Bingham Machu Picchu. Die Anlage wurde vermutlich im 15. Jahrhundert durch den Inka Pachacútec erbaut.

Heute umfasst die archäologische Stätte zwei Sektoren mit etwa 20 Hektar Fläche. Im eigentlichen Stadtbereich gibt es zahlreiche Bauwerke und Plätze, wobei der Sonnentempel, die Sonnenuhr “Intihuatana” und das Sonnenobservatorium, der Tempel mit drei Fenstern, der Haupttempel und der sogenannte Sektor des Kondors die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind.

Durch eine ganz wilde Gegend, auf einem alten, einsamen Inka-Pfad begeben wir uns auf diese spannende Entdeckungsreise. Auf der etwa 6 stündigen Wanderung erleben wir die Andenregion aus einer anderen Perspektive und spüren das Land in ihrer Einsamkeit und Abgelegenheit. Die Flora und Fauna entfaltet sich in all ihrer beinahe schon verschwenderisch anmutenden Vielfalt und den schönsten Farben. Traumhafte Orchideen, Passionsblumen und bunte Vögel bieten uns eine grandiose Kulisse. Plötzlich sehen wir gegenüber Machu Picchu! Aus einer völlig anderen Perspektive als der normale Besucher. Was für ein Privileg, dieses grossartige Wunder der Menschheitsgeschichte in aller Stille und Demut entdecken zu dürfen. Der Inka Trail ist kontingentiert, deshalb wird jeden Tag nur eine kleine Anzahl von Besucher zugelassen. Eine frühzeitige Planung ist unbedingt erforderlich.

Wir beraten Sie gerne und berichten Ihnen über weitere Highlights unsere Reise durch Peru, Bolivien und Chile.

New York
New York 768 1024 Lehmann Reisen

Datum: November 2019
Geschrieben von: Patrick Lehmann
Fluggesellschaft: United Airlines

United Polaris Business Class

Für Reisen in die USA bevorzugen meine Familie und ich die United Airlines. Dies hat verschiedene Gründe. Einerseits bietet die Airline eine neue top Business Klasse mit einer 1-1-1 Bestuhlung und andererseits fliegt United nur den Flughafen «Newark» für New York City an. Wenn man ins Stadtzentrum will, spart man so eine Stunde gegenüber dem klassischen «JFK» Flughafen.

Lower Manhattan

Sie waren schon ein paar Mal in New York und haben die bekannten Sehenswürdigkeiten in Upper Manhattan gesehen? Dann wünschen Sie sich vielleicht eine neue Seite der Stadt zu entdecken.

Ich kann Ihnen hier nur die Gegend um SoHo/Greenwich empfehlen, in welcher man zum Beispiel übernachten könnte. Das Quartier wurde in den letzten Jahren massiv aufgewertet. Viele Bars, Restaurants und Boutique Hotels haben eröffnet und bieten den Gästen ein anderes New York City.

Bei unserem Trip haben wir festgestellt, dass die Nobelmarken wie Louis Vuitton und Co nebst kleinen, hippen Boutiquen auch den Weg in das neue Viertel gefunden haben.

Marathon 2019

Der Hauptgrund für unsere Reise im Herbst/Winter 2019 war der legendäre New York Marathon. Ich hatte das Privileg an der 49. Ausführung als VIP Teilnehmer dabei zu sein. Da ich zuvor noch nie einen Marathon gerannt war, bestand die Vorbereitung aus einer Kombination von Amateur-Runs, sowie der Hoffnung, die lange Strecke von über 42 KM im Central Park irgendwie erfolgreich beenden zu können.

Am 03. November war es so weit. Am Morgen um 5 Uhr versammelten sich die VIP-Runners in der Nähe des Hilton Hotels Midtown und wurden mit einer Polizeieskorte zum Fort Wadsworth gefahren. Vor Ort konnten wir uns verpflegen und mental auf die bevorstehende Strecke vorbereiten.

Die Marathonstrecke führt von Staten Island nach Brooklyn weiter nach Queens und von dort via Manhattan in den Norden zu den Bronx und zurück via Harlem in den Central Park.

Als ich nach etwas mehr als vier Stunden den Central Park sah, war dies ein sehr schönes Erlebnis. An dieser Stelle möchte ich meiner Familie für die Geduld und die mentale Unterstützung danken. Zudem möchte ich auch United Airlines, welche mir den Startplatz überhaupt ermöglicht haben, meine Dankenswünsche aussprechen.

Hotel Hugo

Für diesen eher kurzen NYC-Aufenthalt haben wir uns für das Hotel Hugo entschieden. Dieses Hotel liegt in Lower Manhattan und bietet einigermassen grosszügige Zimmer (für New Yorker Verhältnisse…). Die Rooftop Bar ist auch einen Besuch wert und lädt zum Verweilen ein – besonders schön um den Sonnenuntergang zu geniessen. Die Verkehrslage des Hotels ist mit verschiedenen U-Bahn-Stationen in Gehdistanz optimal.

Kirgistan
Kirgistan 1024 769 Lehmann Reisen

Titel: Kirgistan
Datum: 02.09.–08.09.2019
Geschrieben von: Denise Feldmann
Fluggesellschaft: Aeroflot
Fortbewegungsmittel: Minibus

Im Rahmen einer Studienreise durfte ich im Herbst nach Kirgistan reisen. Kirgistan, das Land der Nomaden und unendlich vielfältigen Landschaften, war schon lange auf meiner Wunschliste.

Highlights:

Bishkek:

Frühmorgens erreichten wir mit Aeroflot die kirgisische Hauptstadt Bishkek. Es lohnt sich auf jeden Fall am Anfang einer Kirgistan-Reise etwas Zeit in Bishkek einzuplanen – auch wenn man auf den ersten Blick vielleicht denkt, die Stadt mit all den Betonbauten hat nicht viel zu bieten. Nach einer Stadtführung mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten hat man bereits einen guten Eindruck wie die Leute in Kirgistan leben und was einen in den kommenden Tagen erwartet. Wir besuchten auch den riesigen und lebendigen Osh-Mark von Bishkek.  Hier konnten wir uns auch gleich für die Wanderungen am nächsten Tag eindecken. Von frischem Obst, Gemüse und Nüssen bis hin zu Keksen gibt es einfach alles gut und günstig zu kaufen.

Ala-Artscha-Nationalpark:

napp eine Stunde von Bishkek entfernt befindet sich der Ala-Artscha Nationalpark. Besonders beliebt ist der Park für 1-2 tägige Wanderungen. Auf unserem Programm stand eine 4-stündige Wanderung. Zu meiner grossen Überraschung war die Wanderung auch alles andere als leicht. Gleich zu Beginn ging es steil bergauf. Wir wurden aber immer wieder mit einem Blick über die faszinierende Bergwelt belohnt. Oben angekommen genossen wir unser selbst mitgebrachtes Lunchpaket und die Nüsse sowie andere Leckereien vom Markt neben einem Wasserfall. Für mich war es sehr eindrücklich zu sehen, welch schöne Landschaft wir nach nur gerade einer Stunde Fahrt von Bishkek betrachten konnten.

Übernachtung in einer Jurte / Song Köl:

Ein unvergessliches Erlebnis ist die Übernachtung in einer Jurte, dem traditionellen Zelt der Nomaden in Kirgistan. Am einfachsten findet man diese am Song-Köl See. Der Song Köl See befindet sich rund 7-8 Stunden von Bishkek entfernt. Die Fahrt von Bishkek ist aber alles andere als eintönig. Zuerst machten wir einen Halt beim Burana Turm – einer Art Minaret vor schöner Bergkulisse (Den Turm sieht man immer wieder auf Reiseführern). Stets wechselnde Landschaften machten diese eher lange Fahrt zum Vergnügen. Wir nutzten jede Gelegenheit für Fotostopps. Die letzten 56 km bis zum Song Köl See können nur über eine Schotterstrasse gemacht werden. Immer wieder begegneten wir Bauern welche in Ihren Jurten zusammen mit Ihren Tieren lebten, riesige Schaf- und Ziegenherden und unzählige Pferde. Bilder wie man Sie aus dem Katalog kennt und was noch viel wichtiger ist – das ist Kirgistan, wie es authentischer nicht sein kann.

Issyk-Köl-See / Karakol:

Karakol ist eine nette Kleinstadt östlich des Issyk-Köl-Sees, die erstaunlich viele Sehenswürdigkeiten hat, wie die chinesische Dungan Moschee, die hölzerne orthodoxe Kathedrale und einige wirklich hübsche russische Landhäuschen. Karakol ist zudem für viele Outdoor-Freunde, Startpunkt für unzählige Wanderungen und Mehrtagestrekkings.

Unsere Reiseleitung überrascht uns dann am Südufer des Issyk Köl mit dem Besuch der Skazka-Felsen. Skazka ist Kirgisisch und bedeutet Märchen. Das ist passend, wenn man durch die märchenhaft bunten Berge und bizarren Sandsteinformationen streift. Ein weiteres Naturerlebnis, welches durch den einzigartigen Blick auf den Issyk-Köl-See und die umgebenen schneebedeckten Viertausender noch eindrücklicher ist.

Fazit:

Wer eine Reise nach Kirgisien plant, muss bereit sein, auf einen gewissen Komfort zu verzichten und darf keinen westlichen Standard erwarten. Belohnt wird man mit unberührter Natur und freundlich, aufgeschlossenen Kirgisen. Kirgistan ist nicht das bekannteste Reiseziel, aber genau diese Tatsache macht dieses Land so reizvoll. Kein Massentourismus, keine Hotelketten sondern unberührte, atemberaubende Landschaften, Tiere an den schönsten Bergseen und sehr freundliche Menschen.

Äthiopien
Äthiopien 1024 768 Lehmann Reisen

Titel: Äthiopien
Datum: 12.04.2019 – 22.04.2019
Geschrieben von: Therese Stump
Fluggesellschaft: Ethiopian Airlines
Fortbewegungsmittel: Auto mit Fahrer und Guide

Äthiopien – ein unerschöpflicher Quell an Wundern für den Reisenden – ein riesiges Land mit afrikanischer Kultur, farbenfrohen Festen, atemberaubenden Landschaften, unterschiedlichsten Stammeskulturen und einer bemerkenswert freundlichen Bevölkerung. Äthiopien ist alt, sehr alt, jenseits unserer Vorstellungskraft. Hier begann die menschliche Zivilisation. Es ist auch das Land der sagenumwobenen Königin von Saba, ein Ort legendärer Herrscher und märchenhafter Königreiche. Es bietet eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, die sich von Region zu Region unterscheiden. Es gibt viele gute Gründe nach Äthiopien, dem „Land der vielen Wunder“ zu reisen.

Beste Reisezeit:

Als optimale Reisemonate für Äthiopien werden Oktober bis Mai betrachtet, wobei es im November, Dezember und Januar am sonnigsten und durchgehend trocken bei angenehmen Temperaturen ist.

Da Äthiopien ein riesiges Land ist, mussten wir uns auf einen Teil beschränken und haben uns für den Norden entschieden. Wir wurden nicht enttäuscht, eine Fülle von Highlights haben uns erwartet. Die Tagesetappen mit dem Auto waren zum Teil lang, aber uns wurde nie langweilig. Das Leben der Menschen spielt sich oft am Strassenrand und auch auf der Strasse ab, Menschen, Tiere, Ochsenkarren….alles trifft man unterwegs an. Äthiopien ist noch sehr authentisch und führt zurück zum Ursprung der Menschheit und bietet eine Vielzahl von Unesco-Welterbestätten.

Die 3-tägige Expedition in die Danakil-Senke muss immer noch im Konvoy unternommen werden, auch wenn heute keine Bedenken betreffend Sicherheit mehr nötig sind. Die Danakil-Senke ist eine menschenleere Region mit unglaublich faszinierender Landschaft, die Infrastruktur aber noch sehr bescheiden und die Reise dorthin beschwerlich und lang.

Highlights:

  • Besuch der Blauen Nilfälle in Bahir Dar
  • Bootsfahrt auf dem Tana See mit seinen einzigartigen Inselklöstern und viel Natur (Vogel – und Tierbeobachtungen)
  • Erkundung der ehemaligen Kaiserstadt Gondar (Unesco Weltkulturerbe)
  • Traumhafte Landschaft der Simien Berge mit zahlreichen endemischen Tieren (Unesco Weltnaturerbe)
  • Felsenkirchen von Lalibela, das „inoffizielle“ achte Weltwunder (Unesco Welterbe) sowie die umliegenden Attraktionen (Klöster Yemrehane Kristos und Asheton Maryam)
  • 3 tägige Expedition im Konvoy in die Danakil Senke und zum Erta Ale Vulkan
  • Gheralta Berge

Die Fülle an besuchten Orten, Sehenswürdigkeiten und Begegnungen während dieser Reise haben uns faszinierende Einblicke in den landschaftlichen, kulturellen und historischen Reichtum des Landes gegeben und wir lernten Äthiopien als Land kennen, das sich momentan in einem umfassenden und spannenden wirtschaftlichen und sozialen Wandel befindet. Äthiopien ist ein Land, welches bis jetzt noch vom Overtourismus verschont blieb und darum umso mehr ein empfehlenswertes und spezielles Reiseziel ist.

Impressionen

 

Gorilla-Trekking in Uganda
Gorilla-Trekking in Uganda 1024 683 Lehmann Reisen

Auge in Auge mit dem Silberrücken!

Balz Stump hatte vor einiger Zeit die einmalige Gelegenheit an einem Gorilla-Trekking in Uganda teilzunehmen. Wenige Lebewesen auf der Welt haben die Aufmerksamkeit der Menschen so gefesselt wie der Gorilla. Alle Arten von Gorillas sind vom Aussterben bedroht. Die Zahl der Berggorillas ist laut jüngsten Zählungen auf ca. 600 Exemplare zusammengeschrumpft. Balz Stump erzählt uns in einem spannenden Interview von seinen Eindrücken dieser Reise.

Was ist der besondere Reiz an einem Gorilla-Trekking?

Die ganze Wanderung durch den dichten Dschungel ist schon ein riesen Erlebnis. Der Fussmarsch zu den Gorillas beginnt am frühen Morgen. Man folgt einem Pfad durch den dichten Urwald und nicht selten muss man sich den Weg mit einer Machete freischlagen. Das Highlight folgt nach den ganzen Anstrengungen: Die Gorilla-Familie! Vom kleinen Baby-Gorilla bis zum Silberrücken – dem Anführer der Gruppe, ist alles dabei.

Bekommt man die Tiere beim Trekking garantiert zu sehen?

Grundsätzlich ja, die Ranger wissen in welchem Gebiet sich dich Tiere am Vortag aufgehalten haben und folgen den Spuren. Mit Glück findet man die Tiere bereits nach 2-3 Stunden und manchmal erst nach 7-8 Stunden.

Wie muss man sich auf ein Gorilla-Trekking vorbereiten?

Langärmelige Hemden und lange Hosen sind ebenso zu empfehlen wie eine mehrschichtige Kleidung, da die Temperaturen rasch ansteigen. Gute Schuhe sind zwingend notwendig, sowie Gartenhandschuhe mit festem Gummiprofil und Stulpen für die Beine. Im Gepäck darf auch ein Regenschutz nicht fehlen. Mehr dazu finden Sie hier.

Ein Gorilla-Trekking in Uganda bedingt eine Genehmigung welche sehr teuer ist. Wieso?

Für jedes Trekking benötigt man eine Genehmigung, welche ca. 700 USD kostet. Diese können wir vorgängig für unsere Kunden einholen. Dieses Geld dient zum Schutz der Gorillas. Da die Tiere vom Aussterben bedroht sind, werden sie vom Staat versorgt. Man will mit dieser hohen Gebühr auch den Massentourismus einschränken. Die Tiere sind genetisch gesehen zu 99% mit dem Menschen identisch und damit für sämtliche Krankheiten anfällig, die der Mensch mit in den Dschungel bringt. Ihr Immunsystem ist aber auf solche Krankheiten nicht eingestellt und bereits für uns harmlose Erreger, können für den Gorilla fatale Folgen haben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Besucherzahlen kontrolliert werden und sich alle Besucher an bestimmte Regeln halten, um das Leben der Gorillas nicht zu gefährden.

Wie können wir uns die Infrastruktur vor Ort vorstellen?

Die Lodges vor Ort sind gut eingerichtet. Diese bestehen in der Regel aus grosszügigen Zelten auf hölzernen Plattformen mit einer Veranda zum Verweilen, Geniessen und den Stimmen des Waldes zu lauschen.

Was war dein schönstes Erlebnis in den 8 Tagen?

Natürlich die Begegnung aus nächster Nähe mit dem Silberrücken. Ein einmaliges Erlebnis war aber auch das Schimpansen-Trekking durch den Kibale Forest Nationalpark. Hunderte von Schimpansen, welche laute Geräusche von sich geben und munter auf den Bäumen am Fressen sind.

Wie hast du die Bevölkerung erlebt?

Die Menschen sind sehr freundlich aber eher verschlossen. Uganda hat eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt.

Welchen Leuten empfiehlst du dieses Trekking?

Leute, welche sehr an der Natur und Tieren interessiert sind. Es ist jedoch wichtig, dass man in einer guten körperlichen Verfassung ist, um das lange Trekking bei einem wechselnden Klima zu schaffen.

Wie viel Zeit sollte man idealerweise für diese Reise mitbringen?

Mindestens 7-10 Tage.

Muss man vor der Reise nach Uganda besondere Vorkehrungen treffen?

Die Gelbfieber- und Choleraimpfung wird vorgeschrieben. Malariaschutz sollte im Gepäck auch nicht fehlen.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Reise kann grundsätzlich das ganze Jahr gemacht werden. Während der Regenzeit ist das Trekking jedoch anstrengender und anspruchsvoller. Von März bis Mai ist die grosse Regenzeit und von Oktober bis November die kleine Regenzeit. Die Temperaturen sind ganzjährig zwischen 21-30 Grad. Im Bwindi Impenetrable Forest sind die Temperaturen etwas kälter als an den anderen Orten, aufgrund der höheren Lage.

Gibt es gute Kombinationsmöglichkeiten zu dieser Reise?

Kenia (Safari & Badeferien) oder das Nachbarland Ruanda via Landweg. In Ruanda leben ebenfalls Gorillas.

Argentinien
Argentinien 1024 678 Lehmann Reisen

Titel: Buenos Aires und Nordwesten von Argentinien
Datum: 07.11.–16.11.2018
Geschrieben von: Renzo Maletti
Fluggesellschaft: Edelweiss (Erstflug), Aerolinaes Argentinas
Fortbewegungsmittel: Geführte Gruppe, Reisebus

Im Rahmen einer Studienreise durfte ich mit dem Erstflug von Edelweiss nach Buenos Aires fliegen. Um anschliessend einen sehr spannenden Teil von Argentinien, den Nordwesten,  kennenlernen.

Buenos Aires

Die 13-Millionen-Stadt zählt zu den schönsten Metropolen Südamerikas. Der Einfluss vergangener spanischen Kultur und italienischer Lebensfreude verleiht der weltoffenen Hauptstadt Argentiniens einen einzigartigen Charme.

Mir persönlich haben die verschiedenen Stadtteile besonders gut gefallen. San Telmo, das in der Kolonialzeit vornehmste Wohnviertel, sowie das berühmte La Boca Viertel mit ihren farbenfrohen Holz- und Blechhäusern, präsentieren sich heute noch unverändert. Aber auch das moderne, pulsierende Quartier Puerto Madero, wo einst verfallene Lagerhäuser die vier Becken des alten Hafens von Buenos Aires säumten und heute erstklassige Restaurants, angesagte Bars, Wolkenkratzer und Kunstgalerien zu finden sind, muss man besucht haben. Die einzelnen Stadtteile für sich können gut zu Fuss erkundet werden. Auch darf eine Tango Show im Programm nicht fehlen.

Argentiniens Nordwesten:

Ein Muss für jeden Naturliebhaber:

  • Bizarre Schluchten
  • ausgedehnte Hochebenen
  • Salzwüsten
  • Schneebedeckte Andengipfel
  • Subtropische Nebelwälder
  • Fruchtbare Täler
  • Endlose Kakteenfelder

Argentiniens Nordwesten eignet sich um alles auf eigene Faust mit einem Mietwagen zu erkunden. Von Buenos Aires flogen wir in ca. 2 Stunden direkt nach Salta. Salta ist der ideale Ausganspunkt für eine mehrtägige Rundreise.

Meine persönlichen Highlights der Reise:

Salta nach Cafayate:

Fahrt durch die etwa 80km lange Quebrada de las Conchas Schlucht, die mit unterschiedlichen Farben und Formen ihrer Felswände bei uns immer wieder Erstaunen hervorrief. Am Ende der Quebrada erreichten wir Cafayate, bekannt für seine weltbekannten Weingüter.

Cafayate nach Cachi:

Wir fuhren durch die malerischen Täler Calchaquies via Molinos ins hübsche Dorf Cachi, welches auf 2‘531m liegt. Uns begleiteten immer wieder majestätische Berglandschaften.

Cachi via Salta nach Tilcara:

Auf einer Kurvenreichen Strecke fuhren wir über den 3’200m hohen Piedra de Molino Pass. Unterwegs fuhren wir immer wieder an den riesigen Kandelaber-Kakteen vorbei. Wir hielten bei einen tollen Aussichtspunkt, welcher uns einen faszinierenden Blick über die Schlucht von Escoipe gewährte. Die abwechslungsreiche Fahrt führte uns auch in einen saftig grünen Nebelwald. Ein Tag voller Kontraste!

Tilcara via Purmamarca nach Salta:

Die Fahrt führt uns durch die wildromantische Schlucht von Humahuaca. In diesem Canyon sind die Kalksteine von Regen ausgewaschen, zu bizarren Formen umgebildet worden und schimmern in blauen, roten und ockergelben Tönen. Eines meiner absoluten Highlights! Anschliessend führte uns der Weg weiter durch den riesigen Salzsee Salinas Grandes.

Alaska im Camper und Inside Passage
Alaska im Camper und Inside Passage 1024 682 Lehmann Reisen

Titel: Alaska im Truck Camper & Inside Passage
Datum: 21.07.2018–05.08.2018
Geschrieben von: Therese & Balz Stump
Fluggesellschaft : Edelweiss kombiniert mit Lufthansa
Fortbewegungsmittel: 1. Woche Alaska im Truck Camper, 2. Woche mit der Princess Cruises auf der Inside Passage

Alaska im Truck Camper

Unsere Reise startete in Anchorage und führte uns als erstes Etappenziel in den bekannten Denali Nationalpark. Auf den verschiedenen Trails kann man die wunderschöne Landschaft mit Blick auf den Mount Denali (mit 4‘629 m.ü.M. höchster Berg Nordamerikas) geniessen. Im Denalipark darf nicht selber gefahren werden, aber es besteht ein grosses Angebot von organisierten Touren mit den legendären grünen und gelben Bussen.

Während der Hauptreisezeit, welche sich in Alaska auf die Monate Juni – September beschränkt, ist es von grossem Vorteil, Touren und Unterkünfte bereits im Voraus zu reservieren, wie auch gerade hier im Denali, aber auch die Ausflüge zu den Bärenbeobachtungen.

Weiter ging es über den Denali Highway von Cantwell nach Paxson – ein Muss für jeden Alaska Fan. Eine traumhafte Bergkulisse begleitete uns während des ganzen Weges durch die unberührte und einsame Gegend.

Nach dem Besuch des Wrangell-St.-Elias Nationalparks, ein UNESCO-Weltkulturerbe mit vielen Gletschern und verlassenen Bergbausiedlungen reisten wir Richtung Süden auf die Kenai-Halbinsel mit einer ganz anderen Vegetation und Landschaft.

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war der Tagesausflug mit dem Kleinflugzeug von der touristischen Ortschaft Homer in den Katmai Nationalpark zur Bärenbeobachtungstour mit einem Ranger. Ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis! Nie hätten wir gedacht, Bären so nah zu sehen und zu beobachten.

Der 51. Bundestaat von Amerika ist dank der reizvollen und meist unberührten Landschaft, trotz hohem Preisniveau, unbedingt eine Reise wert. Grenzenlose Wildnis-Abenteuer sind hier noch möglich…

Kreuzfahrtschiff „Star Princess“ / Inside Passage

Die zweite Woche waren wir mit dem Kreuzfahrtschiff „Star Princess“ unterwegs und fuhren durch die bekannte „Inside Passage“ von Whittier nach Vancouver. Die Einschiffung erfolgte bei strömenden Regen, sodass das kleine Dörfchen Whittier kaum sichtbar war. Der Hafen, welcher während des zweiten Weltkriegs von der United States Army errichtet wurde, diente bis ins Jahr 1960 dem Militär. Die legendäre Alaska Railroad verbindet den Ort mit Anchorage.

Während der einwöchigen Kreuzfahrt bestaunten wir die mächtigsten Gletscher, wie z. Bsp. den Hubbard Gletscher aus nächster Nähe, welche immer wieder „kalben“ und direkt ins Meer abbrechen. Besonders eindrücklich war der Tag im Glacier Bay Nationalpark, welcher nur auf dem Seeweg oder per Flugzeug erreichbar ist. Weit weg von aller Zivilisation kann man hier die Natur noch richtig spüren und mit allen Sinnen erleben.

Auf dem Weg nach Süden besuchten wir an je einem Tag die kleinen Ortschaften Skagway, Juneau und Ketchikan. Zu empfehlen ist, von diesen Orten aus die Tagesauflüge auf individueller Basis durchzuführen. Sei dies mit dem Mietwagen, einer Velotour oder einer Wanderung auf den Deer Mountain.

Und nicht verpassen sollte man die spektakuläre Einfahrt morgens früh in den Stadthafen von Vancouver. Die Sicht auf die Skyline ist im Morgengrauen atemberaubend und war für uns ein unvergesslicher Abschluss der erlebnisreichen und vielseitigen Reise.